Herzliches Willkommen bei der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Rehabilitation!

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Aktuelles

Ideen, wie China und Deutschland im Bereich der medizinischen Rehabilitation voneinander lernen können

Deutschland und China können im Bereich der Rehabilitationsmedizin voneinander lernen und haben eine solche Zusammenarbeit bereits durch einen intensiven bilateralen Erfahrungsaustausch in die Wege geleitet. Beide verfügen jeweils über unterschiedliche Stärken. Der fachliche Austausch birgt für beide Seiten ein enormes Potenzial. Das deutsche Rehabilitationssystem gilt international als Vorbild. Chinesische Einrichtungen wie das Beijing Huasheng Rehabilitationskrankenhaus zeigen großes Interesse an den strukturierten Betriebsmodellen deutscher Rehabilitationseinrichtungen, den Konzepten der evidenzbasierten Medizin (z. B. der modernen präoperativen Rehabilitation), den ausgereiften Krankenhausstandards sowie den transparenten Qualitätssicherungsmechanismen. Auf der anderen Seite treibt China die Digitalisierung und den Einsatz von Rehabilitationstechnologien mit rasantem Tempo voran, wobei das Konzept der Prävention bereits tief im lokalen Gesundheitssystem verwurzelt ist. Die Einbindung von Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in moderne ganzheitliche Behandlungskonzepte ist ein weiterer interessanter Aspekt.

Beide Länder knüpfen aktiv Kontakte und intensivieren die Zusammenarbeit. So haben beispielsweise das deutsche Bundesgesundheitsministerium und die chinesische Nationale Gesundheitskommission durch die Verabschiedung eines offiziellen Aktionsplans ihre Kooperationsbeziehungen weiter gefestigt. Auch in der Region um Freiburg gibt es äußerst praxisnahe Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit: Experten der Rheintal-Klinik bei Bad Kroizingen sowie des Universitätsklinikums Freiburg beteiligen sich aktiv am Deutsch-Chinesischen Rehabilitationsforum, um gemeinsam die Qualität der Patientenversorgung und -behandlung weiter voranzutreiben. Um den wissenschaftlichen Austausch zwischen Krankenhäusern, Fachleuten und Studierenden weiter zu vertiefen, wurde zudem eine spezielle Organisation gegründet: Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Rehabilitation (DCGR) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den direkten fachlichen Dialog zu fördern und internationale Symposien zu organisieren; sie unterstützt unter anderem den gezielten Wissenstransfer sowie Austauschprogramme für Ärzte.

China kann von Deutschlands bidirektionalem Überweisungsmechanismus, seinen Konzepten der präventiven und proaktiven Rehabilitation, seiner konsequenten interdisziplinären Zusammenarbeit und seinem umfassenden Krankenversicherungssystem lernen.

Die aus Deutschland stammende „Medizinische Trainingstherapie“ (MTT) hat sich bereits weit verbreitet. Diese Therapie verlagert den Schwerpunkt von der passiven Physiotherapie hin zu einem biomechanisch fundierten aktiven Muskeltraining (aktive Rehabilitation) und hilft den Patienten dabei, ihre Bewegungs- und Berufstätigkeitsfähigkeit wiederzuerlangen.

Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Fachkräfteausbildung: In der deutschen Rehabilitationsmedizin wird großer Wert auf interdisziplinäre Teams gelegt. Die Erstversorgung wird nicht nur von Ärzten übernommen, sondern umfasst auch Rehabilitationsmediziner, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Psychotherapeuten.

Qualifikationsstandards: In Deutschland ist der Beruf des Rehabilitationstherapeuten ein anspruchsvoller und eigenständiger Beruf mit strengen Ausbildungsanforderungen (einschließlich Bachelor, Master und Weiterbildung). China könnte die Professionalisierung des Berufsbildes der Rehabilitationstherapeuten weiter verbessern und das Niveau der standardisierten Ausbildung sowie der klinischen Praxis anheben.

Verbesserung des Abrechnungs- und Bewertungssystems für Rehabilitationsleistungen im Rahmen der Krankenversicherung: Das deutsche RehabilitationssystemwirddurchdiegesetzlichePflichtkrankenversicherung

unterstützt, wodurch der Zugang der Bevölkerung zu Rehabilitationsmaßnahmen gewährleistet ist. Die Abrechnungsrichtlinien der Krankenversicherung wurden optimiert und eine Reform der Erstattungsmodalitäten entsprechend der Art der Erkrankung und des Therapieerfolgs werden geprüft. Dies würde nicht nur die Akutversorgung abdecken, sondern auch die finanzielle Absicherung bei der Langzeitrehabilitation gewährleisten und somit ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement ermöglichen.

Tiefgreifende Integration intelligenter Geräte und digitale Verwaltung: Deutsche Rehabilitationseinrichtungen nehmen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung eine Vorreiterrolle ein (beispielsweise durch das intelligente Test-und Trainingssystem MILON, Ganganalysen sowie Systeme mit virtuellen Szenarien). Durch die Einführung fortschrittlicher intelligenter Rehabilitationshardware und den Einsatz von IoT- und

Big-Data-Technologien lässt sich ein geschlossenes Managementsystem für den Rehabilitationsprozess und die Qualitätskontrolle bei Patienten aufbauen, wodurch das Ungleichgewicht zwischen den Investitionen in die Rehabilitation und der Qualität der Dienstleistungen behoben werden kann.

Was man von China lernen und sich zum Vorbild nehmen kann:

Die deutsche Rehabilitationsbranche nimmt in den Bereichen Grundlagenforschung, klinische Genauigkeit und Ausbildung von Fachkräften weltweit eine führende Position ein. Angesichts der Herausforderungen durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung und den Mangel an qualifizierten Fachkräften im Rehabilitationsbereich kann Deutschland jedoch wichtige Erkenntnisse aus der rasanten Entwicklung der chinesischen Rehabilitationsbranche in Bereichen wie Intelligenz, Digitalisierung und Lebenszyklusmanagement gewinnen.

Der großflächige Einsatz von Rehabilitationsrobotern und intelligenten Hilfsmitteln:

Der chinesische Markt für Rehabilitationsroboter befindet sich derzeit in einer Phase explosiven Wachstums und ist führend bei der Forschung, Entwicklung und kommerziellen Anwendung von Exoskelett-Robotern (für die oberen und unteren Gliedmaßen), intelligenten bionischen Gelenken sowie Geräten zur Überwachung mehrerer Vitalparameter. Führende chinesische Unternehmen wie Fuliye Intelligence und DaAi Robotics haben dazu beigetragen, dass verschiedene Robotertypen den Weg aus dem Labor gefunden haben und nun in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren aller Ebenen weit verbreitet sind, wodurch der enorme Mangel an qualifizierten Rehabilitationstherapeuten wirksam ausgeglichen wird. Deutschland kann von Chinas Erfahrungen bei der Serienproduktion und klinischen Umsetzung intelligenter Hilfsmittel lernen, um die Verbreitung von Spitzentechnologie in der klinischen Praxis zu beschleunigen.

 

 

Fachkonferenzen und Messen zur Rehabilitation in Deutschland

Ausblick von der Rheintalklinik auf die Berge

Jedes Jahr finden in Deutschland zahlreiche Großveranstaltungen rund um das Thema Rehabilitation statt. Im Folgenden sind einige der wichtigsten Fachkonferenzen und Messen aufgeführt, die für Sie von Interesse sein könnten:

Der wichtigste Branchentreffpunkt in diesem Bereich ist die Fachmesse mit Kongress therapie MÜNCHEN, die im jährlichen Rhythmus stattfindet.

Die Veranstaltungsdetails im Überblick:

Datum: 19. Juni – 20. Juni 2026 (Freitag und Samstag)

Ort: MOC Event Center, München

Schwerpunkte: Fachmesse für Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention. Erstmals findet hier auch der 2. Deutsche Rehasport-Kongress statt.

Tickets: Tickets sind im therapie MÜNCHEN Online-Ticketshop erhältlich. Die Tageskarte kostet ab 17 EUR

 

Deutscher Reha-Tag – Deutscher Reha-Tag 2026: Findet am 26. September 2026 bundesweit unter dem Motto „Reha hilft. Reha wirkt. Reha lohnt sich.“ statt. Details und Termine in Ihrer Nähe finden Sie auf der offiziellen Seite vom Aktionsbündnis Reha-Tag

SHV-Therapie Gipfel 2026: Findet am 11. November 2026 in Berlin statt. TherapieGipfel – SHV Heilmittelverbände

Rehabilitations-Symposium 2027: Das 36. Rehabilitations-Symposium findet vom 16. bis 18. März 2027 in Dortmund statt. Anmeldung: Die Anmeldung für Teilnehmende und Ausstellende wird voraussichtlich im Spätsommer 2026 über die Deutsche Rentenversicherung freigeschaltet.

Reha-Kolloquium 2027 (Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung): Das 36. Reha-Kolloquium findet vom 16. bis 18. März 2027 in Dortmund statt. Anmeldung: Die Registrierung und Ausstelleranmeldung startet voraussichtlich im Spätsommer 2026 über die Deutsche Rentenversicherung.

REHAB Karlsruhe: Die 24. Europäische Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion findet vom 13. bis 15. Mai 2027 in Karlsruhe statt.

therapie LEIPZIG 2027: findet vom 27. bis 29. Mai 2027 statt. Fachmesse & Kongress | therapie LEIPZIG

 

 

 

Die deutsche Delegation besuchte das Beijing Huasheng-Krankenhaus

Im Mai 2026 besuchten Herr Schulze, Direktor der Rheintalklinik, und Professor Dr. Reising von der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg auf Einladung das Huasheng-Rehabilitationskrankenhaus in Peking.

Das Huasheng-Rehabilitationskrankenhaus ist ein chinesisches Rehabilitationskrankenhaus der Stufe III, eine von der Krankenversicherung anerkannte medizinische Einrichtung sowie eine Einrichtung für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. Es verfügt über eine Gebäudefläche von fast 60.000 Quadratmetern und ist für 457 Betten ausgelegt. Das Krankenhaus orientiert sich am medizinischen Modell der „integrierten klinischen Rehabilitation“, betont die Besonderheiten der Rehabilitationsmedizin und hat sich zum Ziel gesetzt, einer größeren Zahl von Patienten systematische rehabilitative medizinische Dienstleistungen anzubieten.

60000+2                        457                                  3000m2

Gebaute Fläche          Anzahl der Betten         Reha-Halle

Laut Direktor Sang,Dechun des Krankenhauses verfügt das Krankenhaus über klinische Abteilungen für Rehabilitationsmedizin und Rehabilitationsbehandlung sowie über Abteilungen für Innere Medizin, Gastroenterologie, Neurologie, Kardiologie, Orthopädie, Dermatologie, Zahnmedizin, Traditionelle Chinesische Medizin, Hyperbare Sauerstofftherapie und Chirurgie.
Zu den klinischen Abteilungen für Rehabilitationsmedizin gehören: Neurologische Rehabilitation, Rehabilitation bei Rückenmarksverletzungen, Rehabilitation von Knochen und Gelenken, Kinderrehabilitation, Herz-Lungen-Rehabilitation und Geriatrische Rehabilitation; Zu den Spezialambulanzen gehören: die Spezialambulanz für zerebrovaskuläre Erkrankungen, die Spezialambulanz für Osteoporose, die Spezialambulanz für Nacken-, Schulter-, Rücken- und Beinschmerzen, die Spezialambulanz für die prä- und postoperative Betreuung bei Herzklappenerkrankungen sowie die Spezialambulanz für die prä- und postoperative Betreuung bei Koronararterien-Bypass-Operationen; Zu den Abteilungen für Rehabilitationstherapie gehören: Physiotherapie (PT), Ergotherapie (OT), Logopädie (ST), kognitive Therapie, Psychotherapie, traditionelle Rehabilitationstherapie sowie die Abteilung für Rehabilitationstechnik. Das gesamte klinische und therapeutische Fachpersonal der Klinik hat eine systematische Rehabilitationsausbildung absolviert und verfügt über Berufserfahrung in der Rehabilitationsmedizin. Das Krankenhaus zeichnet sich durch ein systematisches Managementsystem, standardisierte Rehabilitationsabläufe und fachliche Kompetenz aus. Es findet ein regelmäßiger Austausch und eine Zusammenarbeit mit europäischen Einrichtungen für Rehabilitationsmedizin und Biowissenschaften statt. Es werden internationale Standards für medizinische Qualität und Patientensicherheit eingehalten.

Anschließend führte uns Direktor Sang durch das Krankenhaus und stellte uns die Gesamtsituation vor. Das Krankenhaus verfügt über ein GE 3,0-T-MRT, ein CT, ein Optima IGS 330 DSA, ein Dual-Energie-Röntgen-Knochendichtemessgerät (Prodigy Pro), ein digitales Röntgensystem mit zwei Detektoren (DR), hochwertige Farbultraschallsysteme, eine 24-Personen-Eisrad-Sauerstoffkammer sowie weitere große importierte medizinische Geräte. Hinzu kommen medizinische und rehabilitative Geräte wie das intelligente Test- und Trainingssystem MILON aus Deutschland, ein Anti-Schwerkraft-Laufband, ein Roboter für die unteren Extremitäten, ein 3D-Gang- und Bewegungserfassungs- sowie Trainingssystem, ein isokinetisches Test- und Trainingssystem, ein System zur Haltungssteuerung, ein Rehabilitationssystem mit virtuellen Szenarien sowie ein intelligentes funktionelles Trainingssystem. All dies gewährleistet eine reibungslose Durchführung der medizinischen Arbeit.

 

Die orthopädische Abteilung des Huasheng-Krankenhauses verfügt über 62 Betten. Auf der Grundlage der evidenzbasierten Medizin verfolgt sie das moderne Behandlungskonzept der „Integration von klinischer Behandlung und Rehabilitation“ und ist bestrebt, Patienten mit orthopädischen Erkrankungen hochwertige und umfassende klinische sowie rehabilitative Dienstleistungen anzubieten. Die Abteilung verfügt über hochqualifiziertes Fachpersonal, eine umfassende Ausstattung und gut ausgebaute Rehabilitationseinrichtungen.

Sie ist in vier Fachgruppen unterteilt: Wirbelsäule, Gelenke, Sportmedizin und Schmerztherapie. Mit modernster Spezialausrüstung wie C-Bogen-Röntgengeräten, Wirbelsäulenendoskopiesystemen und orthopädischen Traktionsbetten ist die Abteilung in der Lage, die Diagnose und Behandlung von häufigen und weit verbreiteten Erkrankungen wie verschiedenen Knochen- und Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulenerkrankungen, Sportverletzungen und Schmerzen durchzuführen. Besondere Stärken liegen in den Bereichen minimalinvasive Behandlung von Wirbelkompressionsfrakturen bei älteren Patienten, Hüftgelenkersatz, arthroskopische Behandlung von Knieverletzungen, Osteoporose-Therapie, umfassende Behandlung von Sportverletzungen sowie minimalinvasive Schmerztherapie.

Dieser Besuch und Austausch vertieften nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern legte auch ein solides Fundament für eine zukünftige praktische Zusammenarbeit. Beide Seiten äußerten den Wunsch, diese Besichtigung als Gelegenheit zu nutzen, um die intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Rehabilitationstechnologie, Personalausbildung und Fachbereichsaufbau weiter zu stärken und gemeinsam die hochwertige Entwicklung der medizinischen Versorgung voranzutreiben, zum Wohle einer größeren Zahl von Patienten.